SA

Wettbewerb Schweizerisches Landesmuseum in Zürich
WET 0009

Bauherrschaft: Bundesamt für Bauten und Logistik
Ort: Zürich
Zeitraum: 2000
Projektphasen: 21

Das zentrale Element der neuen Raumordnung bildet eine neu definierte Eingangssituation in Form einer unterirdischen räumlichen Erweiterung einer Hauptachse des Shopvilles im Hauptbahnhof unter den Innenhof des bestehenden Museums als spezieller Ankunftsort und interne Drehscheibe mit Empfangsschalter und öffentlichen Nebenräumen. So entsteht zusätzliche Passanteninformationsfläche für Ausstellungen. Gleichzeitig dient sie als öffentliche Durchgangspassage vom Shopville direkt in die Parkanlage Platzspitz. Diese mit Oblichtern beleuchtete Halle knüpft an die bestehenden Erschliessungstürme des Museums an und ermöglicht so den direkten Zugang aus der Halle zu den einzelnen Ausstellungsräumen im alten Museumsteil sowie zu der neuen Ausstellungshalle und dem neuen Werkstatt- und Bürogebäude an der Sihl.  

Der alte Museumsbau wird, da denkmalgeschützt, als Monument auf einen Sockel gestellt, der ihn von unten erschliessungstechnisch durchdringt. 

Durch den Abbruch des Kunstgewerbeflügels entsteht neuer Raum, der die Verbindung von Stadt und Park und die neue Erschliessung des Museums unterstützt. Unter dem neu entstandenen Platz befindet sich die grosse Ausstellungshalle für Sonderausstellungen mit Tageslichtbeleuchtung über ein Oberlichtsystem. Auf der Seite der Sihl gilt es, der zu erwartenden Transformation des Bahnhofes sowie dem Nadelöhr des Verkehrs begegnen. Eine Brücke nimmt die neuen Fussgängerströme auf. Das angefügte neue Objekt tritt in Beziehung mit dem Flussraum und unterstützt den Auftritt des Museums. Auf der unterirdischen Ebene und im Objekt an der Sihl werden die für den zukünftigen Betrieb erforderlichen zusätzlichen Räume zur Verfügung gestellt. Sie ermöglichen dem Gullschen Geviert die seinem Konzept und seinen Räumen adäquaten Ausstellungen zu präsentieren und die Erscheinung des transformierten Museums mitzuprägen.

Die Erschliessung von Museum und Park verknüpft die ober- und unterirdischen Wege zwischen Innenstadt, Bahnhof, Park und Zürich-West sowie zu Tramhaltestellen, Busbahnhof und Parkhaus Sihlquai. Die Besucher werden auf attraktiven Wegen zum Museum geführt und Passanten als potentielle Besucher mit ihm in Kontakt gebracht. Die Halle unter dem Hof dient als Kern der zentralen

Erschliessung. Über sie erreicht man:

. den Umgang im abgesenkten Untergeschoss des Gevierts, der an verschiedenen Punkten über Treppen den Ein- und Ausstieg in den KGR ermöglicht;

. die vertikale Erschliessung des Objektes an der Sihl und seine auf dem Hallenniveau gelegenen interaktiven Einrichtungen;

. die Halle für die Sonder- und die semi-permanente Ausstellung.

. eine hohe, grossflächige, durch ein hängendes Kino leicht unterteilte Halle, welche unter dem Platz gegen die Limmat die Sonderaustellungen und die semipermanente Ausstellung aufnimmt.