Für die Planung und Ausführung einer Küchen- und Nasszellenerneuerung in einer Wohnsiedlung mit 173 Wohnungen wurde ein 2 stufiger Wettbewerb durchgeführt. Die Ausführung sollte im bewohntem Zustand erfolgen.
Ausgangslage
Die Siedlung fällt im Vergleich mit ähnlichen, gleichzeitig entstandenen, durch sorgfältig und mit
Elementen der klassischen Moderne gestaltete äussere Erscheinung auf. Die Wohnungen weisen
grossflächige und der guten Orientierung entsprechend gut belichtete Zimmer auf. Küchen und
Bäder hingegen sind eher klein, sie liegen auf der Nordostseite der Gebäude.
Die Siedlung soll nun für einen weiteren Nutzungszyklus von 25 bis 30 Jahren erneuert werden, nach dieser Nutzungsdauer müssen die bestehenden Bauten einer neuen Überbauung weichen. Es sind Eingriffe sowohl für die ökologische Optimierung als auch für die Optimierung von Küchen und Bädern im
Zusammenhang mit dem Ersatz der Sanitäranlagen notwendig. Im Interesse der ökonomischen und ökologischen Optimierung erfordert die präzise Angabe der Dauer darauf abgestimmte Massnahmen.
Der grosse Wärmeabfluss über Fassaden, Mansarddachfläche und Fenster führt in Kombination mit der Lage der Radiatoren im Inneren und zum Teil hinter offen stehenden Türflügeln zu Klagen über eine mangelhafte Behaglichkeit im Winter.
Konzept Gebäudehülle / ökologische Optimierung
Unseren Vorschlägen liegt die vorgegebene Nutzungsdauer von ca. 25 – 30 Jahren als hartes Kriterium zugrunde. Führend ist das Konzept für die ökologische Optimierung, der Umgang mit der Gebäudehülle und die damit direkt zusammenhängenden Eingriffe im Inneren. Die Raumorganisation und die Gestaltung von Küchen und Bädern hängen dann eng damit zusammen.
Mit Blick auf die beschränkte Dauer schlagen wir Eingriffe zur Minimierung des Energieverbrauches und
damit des CO2-Ausstosses vor, mit denen einer Aussendämmung die bestehenden Einrichtungen verbessert werden. Eine Aussendämmung von guter Qualität würde einerseits die bestehende, sehr gute und von verschiedenen beteiligten Interessengruppen geschätzte, äussere Erscheinung transformieren müssen und sie würde andererseits ökonomisch nur sinnvoll sein, wenn sie über ihre volle Wirkungsdauer von circa drei Zyklen von 25 bis 30 Jahren ausgenützt würde.
An der Gebäudehülle werden deshalb nur die Fenster ersetzt. Der Putz an Fassaden und Balkonen, die Eingangstüren , die Vordächer sowie das Holzwerk am Dach werden lediglich instandgestellt und neu
gestrichen.
Objekt:
Wohnsiedlung ‚Vrenelis Gärtli
Veranstalter:
Genossenschaft ‚Vrenelis Gärtli’, Zürich
Architekten:
Schäublin Architekten AG
Spezialisten:
Kostenplanung und Baumanagement, Bühler & Oettli, Zürich
Bauingenieure, Aerni und Aerni Bauingenieure, Zürich
Elektroplanung, Riesen Elektroplanungs GmbH
Haustechnikplanung, Hans Abicht AG, Zug/Zürich
Bauphysik und Akustik, Bakus Bauphysik und Akustik GmbH, Zürich