Erneuerung, Zürich 1996 bis 1999
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Das Parkhaus wurde in den 60-er Jahren als Provisorium in Element-Bauweise erstellt. Belastet durch die nicht beabsichtigte Nutzungsdauer und die Lage im Umfeld der Drogenszene in den 80-er Jahren geriet die Anlage in einen äusserst schlechten Zustand, die verwinkelte, unübersichtliche Fussgänger-Erschliessung und die schlechte Beleuchtung trugen das ihre zu einer schlechten Auslastung bei. Bei einem Teil der Bodenplatten war zudem durch die Einwirkung von Salzwasser die Armierung so stark korrodiert, dass das Objekt als 'teilweise einsturzgefährdet' eingeschätzt wurde. Der Zustand und die Lage im Bereich sowohl einer geplanten Autobahn als auch eines städtischen Entwicklungsgebietes bewirkten eine Festsetzung der Dauer der zukünftigen Nutzung auf 10 bis 15 Jahre. Ein öffentliches Parkhaus ist ein Ort der Ankunft oder der Abreise und der Aufnahme von Gästen in der Stadt. Die überirdische Anordnung des Parkhaus Sihlquai birgt die Chance, seine Räume im Interesse einer attraktiven und sicheren Nutzung in eine enge Beziehung mit dem öffentlichen Raum zu setzen, sie als Innenräume im Aussenraum zu interpretieren. Die Beschränkung der Nutzungsdauer an diesem Ort, wo sich Entwicklungen schnell und überraschend ereignen können, erfordert einen optimalen Einsatz von Materialien und Konstruktionsweisen. Das Paradox der Flüchtigkeit im Beständigen blitzt auf. Wie hängen Dauer und Ausmass von Eingriffen zusammen? Die beschädigten Betonelemente wurden repariert, die Rampen abgestützt, die Böden versiegelt, die Fassaden mit Knotengitternetzen bespannt und Stützen, Decken sowie Wände neu gestrichen. Durch Abbruch wurde Raum für eine offene Rampe geschaffen. Ein grosses Flachdach überspannt einen Container, der die Kasse, einen Getränkeautomaten, ein behindertengerechtes WC, einen Lagerraum sowie die Personalgarderobe der Tankstelle aufnimmt. Das Treppenhaus wurde geöffnet, ein Lift wurde eingebaut und die Haustechnik erneuert.
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