Der bestehende Theaterplatz wirkt als vorherrschend für das Parkieren von Autos ausgerichtete Restfläche im Schnittbereich von Altstadt und ihrer neueren Vorstadt, eine Rand- und 'Hinter'-Situation, jedoch sehr schön gelegen an der Böschungskante zur Limmat.
Der neue Theaterplatz funktioniert als Bühne, die den Städtern und ihren Gästen für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Er ermöglicht den Auftritt - das sich in Szene setzen - von Einzelnen oder von Gruppen und deren Beobachtung.
Der Theaterplatz liegt im Schnittbereich von Altstadt und ihrer neueren Vorstadt an der Böschungskante zur Limmat. Der neue Theaterplatz funktioniert als Bühne und ermöglicht unterschiedlichste Interpretationen:
. Queren: Der Theaterplatz liegt an Wegen und wird aus der Bewegung erfahren.
. Verweilen: Der Theaterplatz lädt ein zum Ruhen, zum Bleiben, allein oder mit Anderen.
. Austauschen: Auf dem Theaterplatz werden Waren, kulturelle Güter ausgetauscht.
. Festen: Das freistehende ‘Dock’, das der Erschliessung von Parkhaus und Lagerraum dient, fungiert als Andockstelle für mobile Bühnen, Leinwände und dergleichen.
Die Situation der Terrasse wird in ihrer Wirkung durch die Ausbildung der Kante zur Böschung verstärkt.
Der zu erhaltende Teil der Stützmauer im Südosten wird als archäologischer Fund behandelt. Die Brüstung zum Platz wird als seine Krone hergerichtet, die Mauer selbst als Teil der Hülle des Parkhauses eingesetzt. Die Böschungskante wird von der Kante des Platzes im Osten übernommen. Sie kragt aus über das zur Böschung hin offene erste Geschoss des Parkhauses und ragt in den Flussraum.
Der Lift-Turm am nördlichen Rand des Platzes verbindet den Platz mit der Limmat-Promenade, wo er bei der Schifflände ankommt. Die in den Fluss-Raum greifende Konstruktion gewährt Aussicht und markiert den Platz.
Die bestehende Gruppe von Bäumen im NW wirkt bereits als natürlicher Schattenspender und stellt zusammen mit den umliegenden Häusern ideale, bergende Räume für das Verweilen zur Verfügung. Daran anschliessend das Dach mit einem von einer leichten Konstruktion getragenen, tageslicht-erfüllten oder nachts leuchtenden Körper.
Die Beleuchtung setzt die raumdefinierenden Objekte ins Licht. Der helle Belag aus Weisszementbetonplatten reflektiert das Himmels- und das gestreute Kunstlicht.
Objekt:
Neugestaltung Theaterplatz Baden mit unterirdischer
Parkierung, Projektwettbewerb 2002
Veranstalterin:
Stadt Baden, Büro für Entwicklungsplanung
Architekten:
Schäublin Architekten ETH SIA
Spezialisten:
Statik, Ernst Basler Partner, Zürich
Haustechnik, Amstein & Walthert AG, Zürich
Kunst, Uwe Wittwer, Zürich
Visualisierungen, T. Parente, Zürich