Die Bauwerke, die das Raumgefüge Paradeplatz definieren, werden so beleuchtet, dass sie als ganze Objekte erscheinen: Die Räume entstehen durch die Präsenz der Bauwerke. Die einzelnen Fassaden werden dabei in Abhängigkeit von ihrer Lage zu den Platz- und Strassen-Räumen unterschiedlich beleuchtet.
Pavillon
Der Pavillon der VBZ besetzt die Mitte des Paradeplatzes. Bei der anstehenden Erneuerung muss er der ursprünglichen Konzeption entsprechend behandelt werden:
Zwei kompakte, durchsichtige und durch eine Passage getrennte Objekte tragen eine flache Platte als weit auskragendes, die wartenden Trampassagiere schützendes Dach. Die Beleuchtung unterstützt die Wirkung des Daches als flache Platte, indem die
Untersicht als leuchtende Fläche ausgebildet wird. Bei den beiden transparenten Objekten werden die Innenräume beleuchtet, damit sie durchsichtig wirken.
Brunnen
Der Juno-Brunnen besetzt die Mitte des Züghusplatzes. Die Beleuchtung unterstreicht seine plastische Erscheinung und seine Funktion als Wasserspender.
Beleuchtung
Die Farbtemperaturen der eingesetzten Lampen bewirken Lichtfarben, die die Erscheinung der Objekte und der Bodenflächen mitbestimmen. Die einzelnen Bauwerke werden mit Lampen beleuchtet, die die besonderen Konstruktionen und Materialien ihrer Fassaden hervorheben.
Die Intensität der Beleuchtung nimmt vom Sockelgeschoss bis zur Dachfläche ab und ermöglicht dadurch einen ungestörten Blick auf den Horizont und die Wahrnehmung des subtilen Lichtspieles am Himmel während der Dämmerung. Auch beim horizontalen Blick sollen Unterschiede in der Intensität wahrgenommen werden können, ein Wechsel von helleren und dunkleren Bereichen. Die Empfindung von Sicherheit im öffentlichen Raum entsteht durch Übersicht und Orientierung.
Objekt:
Neugestaltung Paradeplatz in Zürich, Beleuchtung, Konzept und Vorprojekt 1999-2000
Bauherrschaft:
Amt für Städtebau, Tiefbauamt der Stadt Zürich
Architekten und Spezialisten:
Schäublin Architekten AG
mit Vogt & Partner, Winterthur