Gewächshaus ETH-Hönggerberg / Gewerbe & Dienstleistungen / Schäublin Architekten - Schaeublin Architekten

Schäublin Architekten / Gewerbe & Dienstleistungen / Gewächshaus ETH-Hönggerberg



Neubau, Projektstudie, Zürich 2003

Durch den Bau des Gebäudes HIT an der ETH Hönggerberg müssen müssen verschiedene Nutzungen an einen anderen provisorischen Standort verlegt werden. Davon betroffen sind Anlagen, welche durch das Geobotanische Institut für die Lehre benutzt werden. Für die Anlagen muss vor dem Abbruch Ersatz geschafft werden.
Im vorliegenden Studienauftrag werden dabei das Gewächshaus und den Praktikumsraum mit dazugehörigen Nebengebäuden und der Lehrgartenanlage.

Die wesentlichen Randbedingungen des Entwurfs sind gegeben durch:

. die Verschattung des Standortbereiches durch das Gebäude HPP

Das Gewächshaus wird soweit wie möglich nach SW an die Kante der Terrasse und nach NW an die Fortsetzung des Weges in den Wald gerückt. Seine Längsausrichtung ist OW
Der Praktikumsraum wird an die NO Seite des Bereiches gerückt. Von hier aus kann sowohl der Lehrgarten eingesehen als auch in Wiesen und Wald hinaus geblickt werden, auf die beiden Bereiche, aus denen die Arbeitsgegenstände beim Praktikum kommen. Die Längsausrichtung ist ebenfalls OW.
Gewächshaus und Praktikumsraum setzen sich im Lehrgarten fort, der von Süden her gut belichtet und gegen Norden von den Bauten abgeschirmt wird.
Durch den Versatz der beiden parallelen Bauten entsteht im NO gegen die Schafmattstrasse der Zugangs-, Anlieferungs- und Autoabstellbereich.

. die zwingende Übereinstimmung mit dem übergeordneten Planungskonzept ‚Science City’

Die Anlage lässt auf der SW Seite Raum für ein im Rahmen der verdichtenden Eingriffe zu erstellendes 2- bis 3-geschossiges Gebäude. Es könnte auf dem tieferen Niveau vor der Terrasse stehen und dürfte diese – im Interesse der natürlichen Belichtung der Gartenanlage – nur um ein Geschoss überragen.
Die Anlage stimmt durch die kompakte Stellung der Bauten sowie ihre Ausrichtung mit dem Konzept Science City überein. Sie kann als erste Etappe der Bebauung in diesem Feld interpretiert werden.

. dessen Lage in der ‚Science City’ und die Topologie im Standortbereich

Der zur Verfügung stehende Bereich liegt auf einer durch das überdeckte HPK-Gebäude gebildeten, nach drei Seiten offenen Terrasse. Sowohl mit der aktuellen Anlage als auch mit der optionalen Ergänzung durch den Bau im SW wird diese Terrasse präzisiert.
Die Anlage wirkt als Gelenk bei der Erschliessung der Science City mit dem Wald. Die bestehende, beim HPK Maschinentrakt endende Erschliessungsachse kann über eine Treppe mit der Terrasse und an der Anlage vorbei mit dem Wald verbunden werden. Die Anlieferung der Anlage erfolgt für Motorfahrzeuge über die Schafmattstrasse. Die Zufahrt mit Wendemöglichkeit liegt über dem aufgeschütteten Bord an der Strasse.

. Konzept Konstruktion

Durch die im Rahmen von Science City im besonderen und die Entwicklung der ETHZ-Hönggerberg im allgemeinen gegebenen längerfristig unsicheren Bedingungen für diese Anlage erfordern eine konzeptionelle Reaktion.
Diesen Voraussetzungen entspricht als Konstruktionsweise ein Leichtbau.

Objekt:
Gewächshaus ETH-Hönggerberg, Projektstudie

Bauherrschaft:
ETH Bauten und Betriebe, Herr Diego Fornari

Architekten:
Schäublin Architekten ETH SIA

Spezialisten:
Statik, Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich
Elektroplanung, Schneider Engineering, Zürich
Sanitär / Lüftung, 3-Plan Haustechnik, Winterthur
Landschaftsarchitektur, A. Geser, Horgen
Gewächshausexperte, Projectbureau Promona, Aalsmeer NL


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